Aufruf von Juni 2016

  • Peruanisches Amazonasgebiet

    UmweltüberwacherInnen der FECONACO stehen vor einem Fluss aus Erdöl

Unterstützen Sie die indigene Bevölkerung im Kampf gegen die Verschmutzung des Amazonasgebietes!

Angesichts einer enormen Umweltverschmutzung bitten die Ureinwohner um Hilfe bei der Überwachung der Erdölkonzerne.

Das Tal des Corrientes-Flusses ist eine abgelegene Region im Amazonas-Regenwald, in der die Hälfte des Erdöls von Peru gewonnen wird. Leider leiteten die in dieser Region aktiven Erdölkonzerne seit über 40 Jahren mehr als tausend Milliarden Liter mit Schwermetallen und Kohlenwasserstoffen verschmutztes Wasser in den Fluss. Für jeden Liter des gewonnenen Erdöls fallen als Nebenprodukt neun Liter Wasser an, die gereinigt und entsorgt werden müssen.

Die Einwohner von Corrientes am Rande der Vergiftung
Das Ausmass der Verschmutzung ist erschreckend: tausend Milliarden Liter belasten das ganze Ökosystem. Die indigenen Bevölkerungsgruppen der Region, die Achuar, die Urarinas und die Kichwa haben deswegen schwere gesundheitliche Probleme: Ihr Blut weist hohe Blei- und Kadmiumwerte auf und sie leiden an Krebs, Hautirritationen und haben Fehlgeburten. Fisch und Wildfleisch sind nicht mehr als Nahrung geeignet. Die Böden zahlreicher Gärten sind kontaminiert und nicht mehr für die Landwirtschaft nutzbar. Das Überleben in Corrientes ist schwierig geworden.

Häufige Verschmutzungen
Trotz einer im Jahr 2007 getroffenen Vereinbarung, welche die Ölkonzerne dazu verpflichtet, das kontaminierte Wasser zurück in den Untergrund zu befördern, geht die Verschmutzung des Corrientes aufgrund von veralteter Infrastruktur und häufiger Rohrbrüche weiter. Die Lage ist derart schlimm, dass der amerikanische Schauspieler Leonardo Di Caprio gegenüber den indigenen Völkern des peruanischen Amazonasgebiets Solidarität bekundete und auf ein Video hinwies, welches einen Erdölstrom durch den Regenwald zeigt. Sie finden das Video auf unserer Webseite www.nouvelle-planete.ch oder auf: http://latincorrespondent.com/2016/03/leonardo-dicaprio-protests-over-oi...

Die Einwohner sind auf sich alleine gestellt
Der Verband der indigenen Gemeinschaften am Fluss Corrientes (FECONACO), der 25 Gemeinschaften der Region repräsentiert, bittet Nouvelle Planète darum, das Programm zur Umweltüberwachung weiterhin zu unterstützen, welches Verschmutzungsfälle dokumentiert. Es scheint, als ob die Angelegenheit nur die indigenen Bewohner der Region besorgen würde. Des Weiteren gehört einer der am meisten in Verruf geratenen Ölkonzerne, Petroperu, dem peruanischen Staat. Die Ureinwohner sind wohl als einzige direkt betroffen und an einer nachhaltigen Lösung interessiert. Ihre Existenz hängt unmittelbar von dem gesunden Ökosystem des Corrientes ab. Die 14 UmweltüberwacherInnen der FECONACO wurden von den indigenen Gemeinschaften ausgewählt. Sie wurden bereits dazu ausgebildet, GPS und Smartphones zu benutzen sowie Wasserproben zu entnehmen. Dank ihrer bisherigen Arbeit ist nun die ganze Welt über die schlimme Verschmutzung dieser Region informiert.

6'500.- für den Schutz des Tals
Ihre Arbeit verdient eine langfristige Unterstützung.
Wir möchten die 14 UmweltüberwacherInnen während mehrerer Monate finanziell unterstützen.

Jeremy Narby

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